SCHWANGER – UND NUN: WAS DARF ICH ESSEN?


Bei der Ernärung der Schwangeren ist nicht die Frage, ob mehr, sondern was mehr zugeführt werden sollte. Der Bedarf an Kalorien liegt ab dem vierten Schwangerschaftsmonat nur ca. 20% über dem normalen Bedarf, aber es werden mehr Mineralien, Spurenelemente und Vitamine benötigt.

EIWEISS
Eiweiß wird unter anderem für das Wachstum der Knochen und Zähne des Ungeborenen benötigt. Vorhanden in Milch und Milchprodukten, Ei, Fleisch, Geflügel, Fisch.

FETT
Damit es nicht zu einer unerwünschten Gewichtszunahme kommt, sollte man mit Fetten vorsichtig sein. Vorsicht vor versteckten Fetten (in Fleisch,Wurst, Milch)!

BALLASTSTOFFE
Da der Darm mit zunehmender Schwangerschaft träger wird, muss man auf eine ausreichende Zufuhr achten. Vorhanden in Vollkornbrot, Mehrkornbrot, Müsli.

TRINKEN
Um die häufig auftretende Darmträgheit zu vermeiden, ist auf eine Mindesttrinkmenge von 2 bis 3 Liter pro Tag zu achten. Mineralwasser, ungesüßte Früchtetees oder verdünnte Obstund Gemüsesäfte sind am besten geeignet, Kaffee und schwarzer Tee sollten nur in Maßen getrunken werden. Auf chininhaltige Getränke (Tonic Water) sollte man gänzlich verzichten, denn Chinin kann weheneinleitend wirken.

ALKOHOL
Auch vom „Gläschen in Ehren” ist grundsätzlich abzuraten. Wer zu einem besonderem Anlass mal ein Glas Wein oder Bier getrunken hat, muss nicht gleich mit Schädigungen beim Baby rechnen. Auch wer ganz am Anfang mal mehr getrunken hatte, muss sich keine Sorgen machen, erst nach vierzehn Tagen ab der Befruchtung ist der Embryo an den Blutkreislauf der Mutter angeschlossen.

AUF FOLGENDE NAHRUNGSMITTEL SOLLTE MAN VERZICHTEN
1.

Tatar, Rostbeef, rohes Fleisch wegen der bestehenden Toxoplasmosegefahr (Infektionskrankheit, die von Parasiten verursacht wird. Kann auf das Kind im Mutterleib übertragen werden, was schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Kindes haben könnte.)

2.

 

Fleisch sollte grundsätzlich durchgegart verzehrt werden.

3.

 

Softeis überträgt die Listeriose.

4.

 

Rohe Milch und andere Rohmilchprodukte können den Erreger der Rindertuberkulose, Listerien und andere Krankheitserreger enthalten. Eine Rindertuberkulose kann zu einer erhöhte Neigung zu Fehl-, Früh- und Totgeburten führen sowie beim Kind eine angeborene Rindertuberkulose auslösen.

5.

 

Tierische Innereien oder Produkte, die diese enthalten (z.B. Leberwurst, vor allem Leber) sind oft schwermetallbelastet und können viel Vitamin A enthalten, das in zu großen Mengen schädigend wirken kann.

6.

 

Rohe Eier wegen einer möglichen Salmonellen-Infektion. Die Beigabe von rohen Eiern zu Speisen sollte genauso unterbleiben.

Wenn Sie unsicher sind oder Probleme haben Fragen Sie Ihren Arzt.