„Jedes Jahr zu Toms Geburtstag
rufe ich im Wilhelmstift an,
um Danke zu sagen.“

Die Geburt des ersten Kindes ist ein besonderes Erlebnis. Wenn es sich um ein Frühchen handelt, kommen zu Freude und Erschöpfung große Sorgen dazu. Sabine R.* ist Mutter eines Frühgeborenen. Auch 14 Jahre nach der Geburt von Tom* erinnert sie sich noch gut an die Zeit auf der Neonatologie des Wilhelmstifts am Marienkrankenhaus im Jahre 2005 und wie ihr die intensive Versorgung in dieser schweren Phase geholfen hat.

Eine Frühgeburt kann viele Gründe haben

Im Fall von Sabine R. war es besonders dramatisch. „Ich bin aufgrund einer nicht rechtzeitig erkannten Schwangerschaftsvergiftung zusammengebrochen und kam auf die Geburtsstation ins Marienkrankenhaus. Um mir und meinem Sohn das Leben zu retten, mussten die Ärzte einen Notkaiserschnitt durchführen. Dabei war ich erst in der 25. Schwangerschaftswoche.“ Im Anschluss musste der kleine Tom fast vier Monate auf der Intensivstation für Früh- und Neugeborene des Kinderkrankenhauses Wilhelmstifts im Marienkrankenhaus bleiben. „Als Mutter ist das ein Albtraum. Ich hatte jeden Morgen Angst, einen leeren Brutkasten vorzufinden. Mein Sohn war so winzig und wog bei der Geburt nur 670 Gramm. Zwischen all den Schläuchen und Sonden sah er so verloren aus.“

Was Sabine R. in dieser schweren Zeit half, war die liebevolle Betreuung durch das Klinikteam. „Mir wurden alle Geräte erklärt, ich lernte, wie die Fütterung mit der Magensonde funktionierte, und ich durfte Tom sogar aus dem Brutkasten nehmen, um ihn zum Känguruhen auf die Brust zu legen. Wenn das Gerät anfing zu piepen, waren die Schwestern sofort da und haben mich beruhigt. Meistens war nur durch Toms Gestrampel die Elektrode abgegangen. Die Schwestern  haben eine tolle Ruhe ausgestrahlt. Sie haben später auch dafür gesorgt, dass ich mit Tom ein kleines Zimmer bekam. So konnte ich bei ihm in der Klinik bleiben und musste ihn nicht jeden Tag verlassen.“

Durch die medizinische Versorgung und liebevolle Pflege konnten Mutter und Sohn die Klinik eines Tages gemeinsam verlassen. „Ich bin so dankbar, dass mein Kind im Perinatalzentrum  gerettet wurde. Ohne die Ärzte, Schwestern und Pfleger hätte er es nicht geschafft. Jedes Jahr zu Toms Geburtstag rufe ich in der Klinik an, um Danke zu sagen.“ Dieses Jahr feierte Tom seinen 14. Geburtstag und lebt das Leben eines normalen Teenagers. Immer mit dabei: Sein Hund Emmy, den er über alles liebt.

Einen besonderen Tipp möchte Sabine R. allen Frühcheneltern mit auf den Weg geben: „Man darf niemals die Hoffnung verlieren und muss immer an sein Kind glauben. Und lasst euch nicht von anderen Eltern verrückt machen, weil euer Kind vielleicht etwas anders oder langsamer in der Entwicklung ist. Seid für euer Kind da, gebt ihm die Kraft, die es braucht, und liebt es so, wie es ist!“

Kostenlose Infoabende im Marienkrankenhaus

Bereits bevor die Kleinen auf die Welt kommen, können werdende Eltern bei einem kostenlosen Informationsabend ihre Fragen an die Experten des Perinatalzentrums richten. Der Infoabend findet jeden Dienstag um 18:30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstaltungsort: Marienkrankenhaus, Lichtsaal, Haus 1, Eingang C, Alfredstraße 9, Hamburg. Weitere Infos zum PNZ1 finden Sie unter:
www.pnz1.de oder www.kkh-wilhelmstift.de/neo

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